Lernmotivation – You can do it!

Lernmotivation - Wie kann ich meine Motivation beim Lernen steigern?
Lernmotivation

Es ist eine Art Fabelwesen, das uns stets davon abbringt das zu tun, was getan werden sollte. Heute ein wenig Sport machen um fit zu bleiben? Lieber mit einer Tüte Chips vor den Fernseher. Lernen für die nächste Prüfung? Es gibt bestimmt etwas Interessanteres zu tun. Der innere Schweinehund, den es so oft zu überwinden gilt, ist steter Begleiter in unserem Leben. Dabei ist vor allem beim Lernen die nötige Motivation entscheidend für den Lernerfolg. Wie man sich erfolgreich motiviert und wie dies die Lernleistung steigert, jetzt hier.

Um erfolgreich eine Tätigkeit auszuführen, wie das Lernen für eine Prüfung, sind laut Forschern drei Komponenten relevant. Zum einen das Fachwissen, das benötigt wird, damit man überhaupt weiß, was zu tun ist. Als zweite Komponente wird die Denkfähigkeit beschrieben. Diese sind von persönlichen Kennzeichen, wie der Intelligenz abhängig. Die dritte Komponente ist die Motivation, die dich dazu verleiten die Tätigkeit auch angehen zu wollen. Dabei kann man zwischen verschiedenen Formen der Motivation unterscheiden.

Formen der Lernmotivation

In der Lernforschung werden verschiedene Formen der Motivation unterschieden. Diese wären die intrinsische sowie extrinsische Motivation, die Leistungsmotivation und das Interesse. Eine intrinsische Motivation entsteht aus der Sache selbst und kommt von innen. So entsteht eine intrinsische Motivation, wenn das Lernen an sich Freude und Zufriedenheit bietet, weil dich unter anderem das Thema interessiert. Eine hohe intrinsische Motivation erhöht die Leistungsbereitschaft und stellt daher die effektivste Art der Motivation dar. Doch was soll man tun, wenn dich das Thema einfach nicht interessiert, du aber trotzdem dafür lernen musst? Da kommt dann die extrinsische Motivation mit ins Spiel. Bei der extrinsischen Motivation steht nur das angestrebte Ziel oder die erwartete Folge im Vordergrund. So bist du z.B. extrinsisch motiviert, wenn du nur eine gute Note bekommen möchtest um später viel Geld verdienen zu können. Hierbei ist dann nicht mehr die innere Freude am Thema ausschlaggebend, sondern eher das extern hereingebrachte Ziel des Lernens.

Ähnlich verhält es sich bei der Leistungsmotivation. Auch hier steht das Ziel im Vordergrund. Im Vorfeld einer Prüfung stellst du eine gewisse Erwartung an deine eigene Lernleistung und misst dieser Erwartung einen gewissen Wert bei. So erwartest du z.B. in der nächsten Klausur mindestens eine 2 zu schreiben, was dir besonders wichtig erscheint, da sonst dein Notenschnitt nicht mehr ausreicht, um dich auf eine bestimmte Stelle zu bewerben. Die Motivation entsteht dann aus der Hoffnung auf Erfolg oder der Angst das Ziel nicht zu erreichen. Die vierte und letzte Form der Motivation ist das Interesse. Das Interesse kann als Unterform der intrinsischen Motivation gesehen werden, da auch hier die Lerninhalte im Vorderrund stehen. Dabei muss es nicht von Anfang des Lernens vorhanden sein, sondern kann auch während des Lernprozesses entwickelt werden. Die Motivation entsteht hierbei daraus, dass dich das Thema sehr interessiert und du daher weiterlernen möchtest.

Darüber hinaus können noch soziale Lernmotive ausschlaggebend für die eigene Lernmotivation sein. So spielen Komponenten wie Anerkennung und Geltung eine Rolle. So bist du z.B. motiviert eine gute Note zu schreiben, da daraus Anerkennung für deine gute Leistung entsteht. Auch die Faktoren des Vermeidens negativer Sanktionen, des Gefühls der Macht und Überlegenheit oder einfach eine positive Beziehung zu deinem Lehrer können zu einer höheren Motivation führen. Schlussendlich fließen, wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, auch Emotionen und Gefühle mit in die Lernmotivation ein. Wenn also eine neue Aufgabe oder der Lernstoff mit negativen Gefühlen assoziiert wird, sinkt die Lernmotivation, wohingegen positive Gefühle die Motivation steigern und einen großen Lernerfolg mit sich ziehen.

Wege sich zu motivieren

Es gibt nun verschiedene Tricks und Mittel sich selbst zu motivieren und so den eigenen Lernerfolg sicherzustellen. So solltest du dir im Vorhinein im Klaren darüber sein, was du mit der Vorbereitung erreichen möchtest. Dabei ist es wichtig, dass du dir konkrete und vor allem realistische Ziele setzt. Leg die Messlatte nicht zu hoch, sondern passe die Ziele auch deinen eigenen Fähigkeiten an. Ist ein Ziel zu groß gesetzt, empfiehlt es sich dieses Ziel in kleinere Unterziele zu zerlegen. Diese kannst du dann besser abarbeiten und hast so verschiedene Erfolgserlebnisse, die dich weiter motivieren. Um das alles zu organisieren, kannst du dir auch einen Lernplan erstellen, der die verschiedenen Wege des Lernprozesses organisiert.

Generell solltest du dich für das Erreichen bestimmter Meilensteine selbst belohnen. So kannst du dir nach einer längeren Lernsession mit Kollegen einen Kaffee gönnen oder am Abend ins Kino gehen. Die Belohnung sollte dabei, wenn möglich, unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten erfolgen. So wird dem Gehirn eine positive Folge des Lernens signalisiert und so die Motivation weiter gesteigert.

Je nach Lerntyp fällt es einigen Leuten leichter alleine zu lernen und anderen im Team. Das Lernen in der Gruppe bietet dabei einige Vorteile. So kann man sich in der Gruppe selbst kontrollieren und Deadlines werden wahrscheinlicher eingehalten. Dadurch, dass du dich mit der Lerngruppe absprichst werden Lernziele verbindlich und von der Gruppe kontrollierbar. Dadurch wird es wahrscheinlicher, dass ihr die selbstgesetzten Aufgaben auch tatsächlich erfüllt und nicht alleine in Prokrastination verfallt. Als Nächstes könnt ihr euch in der Gruppe emotional unterstützen. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Da ihr euch in der gleichen Situation befindet, könnt ihr euch gegenseitig Mut zusprechen oder einfach den ganzen Unmut raus lassen. Außerdem sinkt die Verzweiflung, wenn man sieht, dass es anderen ähnlich schwer fällt ein bestimmtes Konzept zu verstehen. Als Letztes könnt ihr euch in der Gruppe natürlich auch praktisch unterstützen. Weiß man die Antwort auf eine Frage nicht selbst, kann man diese in der Gruppe erarbeiten. So kann eine Lerngruppe schnell zu Verbündeten für ein gemeinsames Ziel werden.

Fazit

Die eigene Motivation zum Lernen stellt einen integralen Bestandteil für den Lernerfolg dar. Durch die eigene Motivation fällt das Lernen leichter und die Inhalte bleiben länger im Gedächtnis. Dabei sollten intrinsische und extrinsische Motivationen zusammen genutzt werden. Dies kann unter anderem durch Belohnungen geschehen. Auch das gemeinsame Lernen im Team bringt so einige Vorteile mit sich. Also seid motiviert und besiegt den inneren Schweinehund. Dann wird es auch was mit den Prüfungen.

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