Sport stärkt das Denkvermögen

Langlauf-Ski
Sport stärkt das Denkvermögen

Unser Gehirn lernt insbesondere in Bewegung gut.  Laufen Sie beim Lernen einmal herum, hüpfen Sie auf und nieder, vielleicht hilft Ihnen auch ein Trampolin.

Treiben Sie regelmäßig Sport. Insbesondere durch den Zufluss von Sauerstoff werden Geist und Denkvermögen gestärkt.

Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass Ihnen z.B. beim Laufen die besten Ideen kommen. Also bei mir ist das so.

Und Sport lenkt ab und schafft neue Energie zum Lernen. Probieren Sie es selber mal. Mein persönlicher Rhythmus: Morgens lernen. Mittags Sport. Nachmittags lernen. Es funktioniert tatsächlich.

Viel Erfolg mit diesem kleinen, erfolgreichen aber manchmal unbeliebten Tipp 🙂
Ihr
Werner Heister

Knüpfen geht schneller und hält länger

Auf dem Weg nach OBEN
Erfolgspfad

So gelingt Lernen: Versuchen Sie möglichst oft neues Wissen mit bereits gelerntem Wissen zu verknüpfen.

Mein ganz persönliches Erlebnis: Auf meiner Vokabelliste stand das Wort  „einwickeln, einpacken (für den Versand) = to wrap“.

Und dann passierte es. Es hat sozusagen „Klick“ gemacht. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf. „Wrap“ – das sind doch diese leckeren Kleinigkeiten und die heißen so, weil z.B. Gemüse in Teig eingerollt ist. Lecker!

Und siehe da, direkt bei der nächsten Vokabel ging es weiter: „Konfirmation“ meint die Bestätigung im wirtschaftlichen Geschäftsverkehr. Da dachte ich doch gleich an „Konfirmation“ – Bestätigung des Glaubens.

In beiden Fällen hat mein Gehirn eine Verknüpfung zu Vorwissen geschaffen. Und die ist sozusagen „unkaputtbar“. Ich werde diese Vokabeln nie wieder vergessen.

Da kann man auch nachhelfen und selber Verknüpfungen als Lerntechnik „anstossen“:
– Verknüpfung mit einer fiktiven Situation, also z.B. Vokabeln nicht alleine lernen, sondern in einer Situation, in einem Zusammenhang.
– Verknüpfung mit einer Praxisstelle oder einem Aushilfsjob.
– Verknüpfung mit dem Privatleben.
– Verknüpfung mit einem Film, einer Begebenheit …… .

Und bei dieser Lerntechnik haben es die „berufstätigen Studierenden“ einmal viel leichter: Verknüpfung zu der aktuellen Arbeitssituation.

Also los, gehen Sie durch die Welt, lernen Sie NEUES in dem Sie es mit BEKANNTEM verknüpfen. Nutzen Sie diese einfache Lerntechnik.

Viel Erfolg
Ihr
Werner Heister

P.S. – Noch zwei Dinge:
(1) Nach diesen Erlebnissen wurde mir klar, dass ich im Studium immer einen großen Fehler gemacht habe. Ich bin nämlich bei Skripten und Büchern etc. stets über das Inhaltsverzeichnis hinweggegangen. Einfach so! Großer Fehler! Lernen Sie das Inhaltsverzeichnis lieber (bzw. denken Sie viel über das Verzeichnis nach) – es bildet die erste Grundlage für Verknüpfungen!
(2) Mein Oma sagte immer, wenn ich etwas nicht vergessen sollte: Mach Dir einen Knoten in Dein Taschentuch. Das ist auch eine Verknüpfung die im Gehirn „funktionierend“ getroffen wird.

Das bedeutet “Lernen” …

Aufnahme Werner Heister auf Rügen
Vielfalt

… nun, Sie können das  detailliert  in den einschlägigen Bücher nachlesen oder im Internet recherchieren, z.B. in Wikipedia unter „Lernen“ und „Lernen lernen“ .  Aber: Die einfachste und zugleich beeindruckenste „Definition“ hat Manfred Spitzer in einem Interview geliefert – sinngemäß:

Lernen bedeutet, über etwas nachdenken.

In einem Interview führt er die Thematik näher aus. Es geht um die Frage, wie man Vokabeln lernen kann. Spitzer stellt fest, dass es verschiedene Methoden gibt:

„Eine davon ist, wir können sie uns vorlesen und büffeln. Das funktioniert aber nicht so gut, denn büffeln ist etwas für Ochsen. Viel geschickter ist es, wenn wir über die Vokabeln nachdenken.“ (Quelle) .

Das ist die „frohe“ Botschaft für alle, die nur mit Mühe lernen, die Lernschwierigkeiten haben, die müde von der Arbeit kommen und lernen „müssen“: Setzt Euch hin, denkt über den „Stoff“ nach – und Ihr lernt (besser und nachhaltiger)! Natürlich, vereinfacht und motivierend ausgedrückt, aber dennoch: realistisch!

Tatsächlich führt nämlich die Beschäftigung mit dem Stoff im Gehirn dazu, dass sich Spuren der Informationen (des Lernstoffs) im Gehirn festsetzen, also gelernt werden.

Damit sind wir aber schon bei dem zweiten Thema, nämlich „Wiederholung“/“Festsetzen“. Nehmen Sie einmal einen Kugelschreiber in die Hand und fragen einen  Zeitgenossen: „Was ist das?“ Sie werden zur Antwort bekommen: „Ein Kugelschreiber“ oder „Ein Kuli“ … .Warum wissen wir, dass das Objekt ein Kugelschreiber ist? Nun, weil wir diesen Begriff für diesen Gegenstand einmal gelernt haben. Und dann immer und immer wieder wiederholt haben. Immer wenn wir Kugelschreiber „gesagt“ oder „gedacht“ haben, immer dann hat sich die Spur der Information in unserem Gehirn verfestigt. Heute können wir die Information „Kugelschreiber“ nur noch vergessen, wenn unser Gehirn krank wird.

In vielen Bereichen gehört also „Wiederholen“ ganz wesentlich dazu. Und wiederholen kann man ganz optimal mit der guten alten Lernkartei. Und Lernkarteien gibt es natürlich auch elektronisch.

In der Online LernkarteiRepetico“ kommt beides zusammen. Durch die tollen Funktionalitäten wird Wiederholung gewährleistet – sowohl online am PC / MAC als auch am Smartphone / Tablett PC. Weitere Infos

Ihr

Werner Heister

P.S. Ich möchte mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Werner Heister und ich bin Professor an der Hochschule Niederrhein. Eine meiner wichtigsten Aufgaben sehe ich darin, mich mit den Themen „Lernen lernen“ und „Erfolgreich Studieren“ zu beschäftigen und Wissen hierüber ansprechend zu vermitteln. Hierzu habe ich einige Bücher publiziert:

Weiterhin arbeite ich am Semesterplaner des Schäffer-Poeschel-Verlags mit.

Näheres zu meiner Person finden Sie auf der WebSite der Hochschule Niederrhein.

Die Faktoren für erfolgreiches Lernen

Brain Friendly Learning – Leichter lernen und nachhaltiger behalten, so geht das:

Nicht die Kapazität des Gehirns/Gedächtnisses stellt die Begrenzung beim Lernen dar, sondern eher der unzureichende Einsatz und die fehlende Mischung von geeigneten Lern- und Lehrmethoden.
Die Qualität der Lernatmosphäre spielt eine gewichtige Rolle.
Lernen unter Angst „geht“ und kann fruchtbar sein. In der Regel geht Lernen unter Angst aber nicht und kann furchtbar sein.
Lernen funktioniert umso besser, je wichtiger/bedeutender der Lernstoff angesehen wird bzw. je mehr Bedeutung dem Lernstoff gegeben wird.
Lernen funktioniert umso besser, je positiver der Lernstoff/die Lernsituation mit Emotionen belegt ist.
Verknüpfen von neuen Informationen mit bereits gespeicherten Informationen beschleunigt den Lernprozess erheblich und verstärkt die Nachhaltigkeit immens.
Elaborieren – also ausarbeiten, breit treten der Informationen, Verknüpfung mit bereits gespeicherten Informationen, beleuchten von verschiedenen Seiten, allgemein gesagt vertiefen – ist sehr hilfreich.
Memorieren (wiederholen) verstärkt die Verankerung des neu gelernten Wissensstoffes im neuronalen Netz.

Demnächst mehr.

Ihr
Prof. Dr. Werner Heister