Zitate als Lerntechnik und Präsentationstechnik

Eine Kastanie am Baum
Kastanie

Ein Zitat ist ja ein Satz, der aus den Veröffentlichungen oder einer Rede etc. eines bekannten Menschen herausgegriffen ist. Ein Zitat wird häufig wiederholt, weil es einen Tatbestand sehr treffen ausdrückt und so bekannt wird. Und in der Regel gibt ein Zitat einen Tatbestand sehr verdichtet wieder.

Vera F. Birkenbihl (Lernen statt Pauken, 50 Übungskarten für erfolgreiches Lernen, ARISTON-Verlag) empfiehlt, beim Lernen die Zitate-Technik als Lerntechnik zu verwenden. Dazu gibt man z.B. in einer Suchmaschine ein Stichwort ein und ergänzt das Wort „Zitat“ .

Ich habe das einmal versucht und in einer Suchmaschine (gooogle) die Stichworte „Marketing Zitat“ zugleich eingegeben. Ich landete mit dem 1. Suchergebnis auf der Seite eines Werbetexters (Aurel Gergey) und fand tatsächlich eine Reihe sehr interessanter Zitate:

Z.B. : Nr. 93: „An Qualität erinnert man sich lange, nachdem der Preis vergessen ist“ (Aldo Gucci).

Und: Nr. 78: „Ein Logo ist dann gut, wenn man es mit dem grossen Zeh in den Sand kratzen kann“ (Kurt Weidemann, Typograph).

Gergey nennt die Zusammenstellung übrigens „Pointen-Archiv“. Und tatsächlich – die Sätze geben ja pointiert einen Inhalt wieder.

Liebe Frau Birkenbihl, vielen Dank für diesen hilfreichen Hinweis.

Übrigens: Zitate kommen in Vorträgen natürlich auch besonders gut!

Ihr

Werner Heister

Die 10 Minuten Regel für Vorlesungen und Vorträge

Funkuhr
10 Minuten pro Baustein

Guten Tag,

ich lese gerade mal wieder in John Medina, Gehirn und Erfolg – 12 Regeln für Schule, Beruf und Alltag (Spektrum Verlag; ISBN 978-3-8274-2121-0). Ein sehr interessantes Werk!

Der Autor beschreibt u.a. , wie er seine Vorlesungen aufbaut (S. 98ff.).

Er nutzt inhaltliche Bausteine mit jeweils 10 Minuten Länge.

Eine geniale Idee für gehirngerechtes Lehren – und auch für studentische Vorträge.

Damit erreicht er sicher sein Ziel: Die Aufmerksamkeit hoch halten!

Die Zehn Minuten Regel:

–       Der Autor setzt seine Vorlesung aus getrennten Elementen zusammen.

–       Um die Aufmerksamkeit der Zuhörer nicht zu überfordern, dauert jeder Teilaspekt nur 10 Minuten.

–       Da das Gehirn das Wesentliche vor den Einzelheiten verarbeitet, kommt das Wesentlich zuerst und wird dann in den restlichen Minuten erläutert. Insgesamt 10 Minuten je Teilaspekt.

–       Nach 10 Minuten kommt dann ein inhaltlich besonderer Köder (z.B. eine Geschichte, eine Anekdote, ein Cartoon, ein kurzes Video…)  der ein Gefühl auslöst, für das Thema relevant ist und zwischen zwei 10 Minuten Einheiten liegt.

–       Wichtig ist es auch, den Aufbau einer Vorlesung als allererstes zu erläutern und sich dann immer wieder darauf zu beziehen.

Vgl. zur Regel auch http://prezentation.ch/2010/08/brain-rule-4-das-zehn-minuten-modell-von-john-medina/ .

Der Autor selbst stellt sein Werk vor: http://www.youtube.com/watch?v=IK1nMQq67VI

Viel Erfolg

Ihr

Werner Heister

Lernen auf der Bettkante

Eine angenehme Lerntechnik
Lernen im Schlaf

Im Schlaf lernen – ein alter Wunschtraum. Buch unter das Kissen, einschlafen, durchschlafen, aufwachen und „zack“ hat man den Inhalt perfekt gelernt. Das geht aber so nicht. Das ist allgemein bekannt. Was aber geht ist eine sehr spannende Sache. Erfolgreich ist nämlich das Lernen auf der Bettkante.

Lerninhalte, die vor dem Schlafen gehen eingeprägt oder wiederholt werden, behalten Sie besonders gut!

Deshalb spricht vieles für diese Lerntechnik des „Lernens …“ oder der „Wiederholung auf der Bettkante“.

Nach dem Lernen „auf der Bettkante“ sollten Sie jedoch nicht noch etwas Anderes unternehmen, weil jeder andere, starke Eindruck, jede andere Tätigkeit das Gelernte wieder überdecken kann. Verhalten Sie sich ruhig und entspannt und lassen Sie Ihr Gehirn in Ruhe die neuen Fakten verarbeiten, während Sie schlafen. Das gilt übrigens grundsätzlich für das Lernen: Wesentlich ist nicht nur der aktive ‚Lernvorgang’ des Lesens, Bearbeitens etc. sondern die Einspeicherung. Damit diese besser gelingt, sollten Sie nach einer intensiven Lernphase nichts mehr unternehmen oder am Besten sogar schlafen.

Weitere Informationen zu dieser Lerntechnik:

Ein Beitrag von 3sat. Einer auf Zeit-Online. Interessant auch der bei der FAZ – und dort noch ein weiterer Artikel.

(Das Bild stammt von Dipl.-Kfm. Dipl.-Theol. Peter Plaumann).

Ihr

Werner Heister

… und es hat „Zoom“ gemacht …

Sonnenuntergang Norderney
"Zoom"

so textet Klaus Lage und meint: Und es hat „klick gemacht“, der Groschen ist gefallen. So ähnlich geht das beim Lernen. Dort nennt man „den Klick“ dann „neuronale Verknüpfung“. An eine bekannte, bereits vernetzte Information wird eine neue angehängt, Klick! Damit geht Lernen viel leichter. Das Gelernte wird quasi „unvergessbar“.

Mein persönliches „Zoom-Erlebnis“: Ich lernte den englischen Begriff zu „einwickeln, einpacken“ der da lautet: to wrap. Und was glauben Sie, woran habe ich spontan gedacht, womit hat mein Gehirn diesen  Begriff vernetzt? Perfekt, ja genau, mit diesen leckeren Röllchen, ausgebackener Teig gefüllt mit Köstlichkeiten, genannt Wrap. Die heißen „Wrap“ weil da etwas eingewickelt ist, z.B. Gemüse, mit anderen Worten „eingewrapt“.

Der Effekt: Ich werde diese Vokabel sicher niemals vergessen. Lernen ist mir noch niemals so leicht gefallen.

Also: Bilden Sie beim Lernen möglichst viele Verknüpfungen zu bereits vorhandenem Wissen, zu Bildern, Erlebnissen, ihrem Umfeld etc.. Das geht viel leichter als Sie denken. Verknüpfungen finden Sie z.B. im Bezug auf Ihre  Berufstätigkeit, ein Praktikum, einen Aushilfsjob, ihr Privatleben.

Oder Sie erfinden sich ein ganz fiktives „Etwas“, mit dem Sie verknüpfen. Wie das „Fiktive“ geht, haben zwei Studierende beschrieben: Frau S. aus Bremen baut sich beispielsweise je Studienheft ein Haus in Ihrem Kopf und Frau W. aus Wegberg lernt mit Schubladenschränken im Kopf, jeder Schrank entspricht einem „Lernfach“ und hat geeignet gegliederte Schubladen. Jede Schublade enthält Ordner und jeder Ordner weitere Trennblätter. Struktur ist beim Lernen eben ganz wichtig.

Das funktioniert auch in der Form, dass Sie Vokabelkärtchen etc. zu Begriffen, die Sie sich nur schlecht merken können, in der Wohnung verteilen. Steht beispielsweise der Begriff enormous (enorm) auf dem Fernseher, so verknüpft Ihr Gehirn den Begriff (neue Information) mit dem Fernseher (bekannte Information). Sie werden sehen,  das geht viel einfacher.

Ihr

Werner Heister

Termine in der Lerngruppe planen – kinderleicht

Terminabstimmung kinderleicht
5 vor 12

Effektiv, effizient und schnell Termine abstimmen?

Mit „Plan it easy“ überhaupt kein Problem.

Testen Sie diesen einfachen und komfortablen Service unter: http://www.planiteasy.de/

Eine Alternative: http://www.doodle.com/.

Ihr

Werner Heister

Es müssen nicht immer selbsterstellte Skripten sein – wie wäre es mit einem Lehrbuch?

In meinen Veranstaltungen setze ich sehr gerne Standard-Lehrbücher ein, anstatt eigenhändig verfasste Skripte zu nutzen. Bei der Fülle an sehr guten Lehrbüchern in meinem Fachgebiet ist das auch sehr leicht möglich.

Stattdessen konzentriere ich meine Energie darauf, die Studierenden bei der selbständigen Erarbeitung der Inhalte in der Veranstaltung selber und mit zusätzlichem Material zu unterstützen – so wie ein Trainer/Coach bei der SKI-Europameisterschaft, deshalb heißt das Konzept auch „SKI EM“:

Das Akronym SKI EM steht für:

S trukturieren
K ommentieren
I ntegrieren
E laborieren
M emorieren

Wie könnte das genau aussehen?

Zunächst berichtet der Lehrende begeistert von den Inhalten, die es zu erarbeiten gilt. Der Lernende macht sich die Wichtigkeit deutlich und schafft sich eine positive Lernatmosphäre.

Dann geht es mit dem eigentlichen „Lernen“ los.

Die Inhalte lassen sich z.B. sehr gut mit Lernpostern und Mind Mapsstrukturieren. Man überblättert den Text, geht vom Allgemeinen zum Besonderen, nutzt die Überschriften als Startpunkt, erstellt ein Poster, eine Mind Map, ein Exzerpt etc. Hier gibt der Lehrende Anleitung bzw. stellt fertige Materialien zur Verfügung.

Weiterhin kommentiert der Lehrende die Texte aus dem Lehrbuch. Er gibt Hilfestellung, die wichtigsten Passagen zu finden, weist auch auf Schwächen hin, zeigt Erweiterungsmöglichkeiten, andere Sichtweisen und Diskussionsbedarf auf. Er hilft den Studierenden beim Lernen, in dem er ihnen Wege aufzeigt, über den Text nachzudenken. Lernen heißt ja bekanntlich – so z.B. auch Manfred Spitzer – über Lerninhalte nachdenken.

Optimalerweise zeigt der Lehrende Wege auf, den Stoff mit bereits bestehendem Wissen zu verknüpfen und in die berufliche und private Sphäre des Lernenden zu integrieren, also hier mit Verknüpfungen zu verankern.

Zudem hilft er, die Inhalte zu elaborieren, also breitzutreten. Er zeigt interessante ergänzende Quellen – z.B. im Internet – auf und weist darauf hin, was man damit machen könnte. Er gibt Hinweise auf Übungsaufgaben.

Natürlich muss auch das Memorieren unterstützt werden. Hier helfen wiederum das Lernposter, die Mind Maps und auch Lernkarten, die vorbereitet und zur Verfügung gestellt werden können. Setzt man auch auf den positiven Lerneffekt, der auftritt, wenn die Lernenden selber Lernkarten erstellen, so kann ihnen aber immerhin mit Wortlisten geholfen werden, also einer Aufzählung der Begriffe, zu denen aus der Sicht des Lehrenden – Lernkarten geschrieben werden sollte.

So sollte es gelingen.

Ihr

Prof. Dr. Werner Heister

Bild: © Stefan Bayer / PIXELIO

Pragmatisch lernen und studieren!

Erfolgreich lernen und studieren
Erfolgreich lernen und studieren

Studieren kommt von studere (lat.) und meint ‚etwas eifrig betreiben, sich wissenschaftlich betätigen’ (Duden Fremdwörterbuch).

Aber wie erfolgreich? Ganz einfach. Am Besten mit Konzept, Köpfchen, Kniffen, Kreativität, Kontrolle und Konsequenz.

Das bedeutet ganz konkret für Ihren Lernerfolg:

Konzept: Jeder Mensch lernt auf eine ganz individuelle Art und Weise. Für den Lernerfolg ist es wichtig, diese zu kennen, ein darauf abgestimmtes individuelles Konzept zu entwickeln und dieses konsequent zu verfolgen.
Köpfchen: Gut geplant ist halb gewonnen – erfolgreich Studieren geht nur mit guter Planung.
Kniffe: Die richtigen Kniffe beherrschen – das ist die halbe Miete für den Lernerfolg.
Kreativität: Lernen ist leider kein Kinderspiel und sollte deshalb immer etwas versüßt werden – wie wäre es mit Kreativität, die gehört in jedem Fall dazu.
Kontrolle: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Kontrollieren Sie die Einhaltung Ihrer Planung und Ihre Erfolge kontinuierlich.
Konsequenz: Nutzen Sie das, was Sie weiterbringt, konsequent.

Nutzen Sie die hier gesammelten Tipps und Hinweise!

Ihr
Prof. Dr. Werner Heister

Bild: © BirgitH / PIXELIO

Literatur und Podcasts zum Thema „Brain“

Algen am Meer - wie ein Netzwerk
Netzwerk

Irgendwie wundert es mich: Ich bin 49 Jahre alt. Ich habe ein Gehirn. Aber mein Gehirn hat lange gebraucht, bevor es mich auf den Dreh brachte, über seine Arbeitsweise selber konkreter nachzudenken. So richtig intensiv betreibe ich das erst seit 5 Jahren. Ich finde das heute erstaunlich, aber nicht ungewöhnlich.
Ich denke, dass wir uns selber noch viel mehr und viel bewusster und viel intensiver mit der Funktionsweise unseres Gehirns auseinandersetzen können. Und dazu möchte ich Sie im Sinnne „Lernen lernen“ sehr herzlich einladen und Sie auf Quellen aufmerksam machen.

Die Bedeutung von Wissen über die Funktionsweise des Gehirns liegt  auf der Hand:
– Z.B. bei Schülern und Studierenden, die qua Aufgabe in einer besonders intensiven Lernphase stecken. Unbestritten arbeiten diese ja ziemlich regelmäßig und gründlich mit diesem Organ.
– Z.B. bei der Kindererziehung, wo die Bildung von z.B. den Charaktereigenschaften etc. … also sehr wichtiger Rahmenbedingungen, in den ersten Lebensjahren passiert, nämlich im Gehirn.

Inzwischen habe ich eine Menge Literatur bei mir angesammelt, die Literatur zum Thema „Brain“ möchte ich hier zur Verfügung stellen, wem auch immer sie helfen mag.

Und ich freue mich stets auf die neuen Podcasts, die kostenlos auf
http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast
und die älteren auf http://braincast1.blogspot.com/

zu finden sind. Eine tolle Fundgrube!

Ihr

Werner Heister

E-Learning – ein neuer Weg zu interessanten Tools

Straßenschild "Neu-Str."
E-Learning - ein neuer Weg zu kostenfreien Angeboten

„Unter E-Learning (engl. electronic learning = „elektronisch unterstütztes Lernen“, wörtlich: „elektronisches Lernen“), auch als E-Lernen (E-Didaktik) bezeichnet, werden – nach einer Definition von Michael Kerres – alle Formen von Lernen verstanden, bei denen elektronische oder digitale Medien  für die Präsentation und Distribution von Lernmaterialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikation zum Einsatz kommen.
Für E-Learning finden sich als Synonyme auch Begriffe wie: Online-Lernen (Onlinelernen), Telelernen, multimediales Lernen, computergestütztes Lernen, Computer-based Training, Open and Distance-Learning u. a.“ Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/E-Learning; 09.09.2010.

Über den Sinn und Unsinn von E-Learning als besondere Lerntechnik und die optimalen Einsatzmöglichkeiten wird viel geforscht und diskutiert. Probieren Sie E-Lesarning lieber selber aus und bilden Sie sich Ihre Meinung. Weil: Jeder Lerner lernt individuell anders! Für mich jedenfalls war E-Learning immer sehr hilfreich, gerade wenn es um optimales „Lernen lernen“ ging.

Aber wo bekommen Sie E-Learning her? Insbesondere für Mathematik, Statistik, Sprachen gibt es im Internet eine Reihe von kostenfreien E-Learning Tools, die teilweise sehr gut gestaltet und sehr hilfreich sind.

Und wie findet man diese?

Ein Weg geht über google oder eine andere Suchmaschine.

Ein weiterer Weg auch über: http://www.e-learning-suche.de/

Viel Erfolg

Ihr
Werner Heister