Der Flow-Zustand

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Flow-Zustand

Ein Zustand, in dem einfach alles zu gelingen scheint. Irgendwie fließt alles, man gibt sich voll und ganz der Aktivität hin. Man ist voll konzentriert und übermäßig motiviert. Es entsteht ein Bewusstsein für sich selbst und die Zeit vergeht wie im Flug. Nein, das ist keine Begleiterscheinung einer neuen Droge. Dieser Zustand ist der Flow. Diesen können wir in allen Tätigkeiten erleben. Was der Flow genau ist, welche Vorteile er bringt und wie man ihn forcieren kann, lest ihr hier.

Definition Flow

Der sogenannte Flow wurde vom Wissenschaftler mit dem eingängigen Namen Mihály Csíkszentmihályi geprägt. Mit dem Ziel vor Augen herauszufinden, was Menschen in ihrem alltäglichen Leben besonders glücklich macht, beobachtete und befragte er verschiedene Persönlichkeiten aus den Bereichen Musik, Medizin oder Extremsport. Durchgehend berichteten die Probanden von einem Zustand, in dem sie sich völlig ihrer jeweiligen Tätigkeiten hingegeben haben. Es schien ihnen als würde alles von alleine laufen. Diesen Zustand beschrieb Csíkszentmihályi dann als den Flow, den er dann später auch auf andere Bereiche, wie z.B. dem Lernen anwendete. Aber wie erreicht man eigentlich diesen Flow-Zustand?

Um diesen Zustand zu erreichen sind einige Voraussetzungen vonnöten. Dabei muss eine bestimmte Herausforderung mit den eigenen Fähigkeiten in Einklang stehen. Ist eine gewisse Tätigkeit zu einfach für uns, entsteht Unterforderung und resultiert in Langeweile. So tritt der Flow so gut wie nie bei Routinearbeiten auf. Ist die Tätigkeit jedoch zu schwierig entsteht Überforderung und wir geraten in Stress. Somit ist es wichtig sich realistische Ziele zu setzen. Des Weiteren muss eine intrinsische Motivation zur Erledigung der Aufgabe enthalten sein. Dies bedeutet, dass man von sich selbst aus gewillt und motiviert ist die Tätigkeit zu meistern und keine externen Gründe bestehen. Solche externen Gründe, wie Belohnungen oder Druck, helfen nicht dabei den Flow Zustand zu erreichen. Dauerhafter Druck ist mit der Zeit sogar kontraproduktiv, da sich das Gehirn dem Stress entgegenstellt und wir somit weniger denk- und aufnahmefähig sind.

Diesen Zustand voller Energie und Produktivität kann man nun auch auf den Lernprozess anpassen. Dabei müssen die Lernfähigkeiten mit der Herausforderung übereinstimmen. Durch das Erlangen neuer Lerntechniken fühlt man sich auf Dauer weniger überfordert und gerät nicht so schnell in den Stress-Bereich. Nutzt man diese Voraussetzungen erweitert man seine Fähigkeiten quasi automatisch. Die Anforderungen werden dabei stets ein Stück weit erhöht und somit steigen auch die eigenen Fähigkeiten gleich mit.

Der Flow-Zustand ist also ein probates Mittel für größeren Lernerfolg. Hier noch einmal die Voraussetzungen, die für ein Flow-Gefühl vorhanden sein müssen.

  1. Du musst der Aufgabe gewachsen sein. Herausforderung und Tätigkeit stehen im Einklang.
  2. Es muss dir realistisch möglich sein das Ziel zu erreichen.
  3. Ablenkungen unterbrechen den Flow-Zustand. Du solltest dich ganz auf die Aufgabe konzentrieren können.
  4. Man sollte selbst kleine Erfolge sofort erkennen können. Irgendeine Form von Rückmeldung damit man sieht, dass es läuft.
  5. Du hast eine von dir ausgehende Motivation haben die Aufgabe zu bewältigen. Im besten Fall hast du einfach Spaß daran.

Flow-Zustand bewusst erreichen

Um den Flow-Zustand bewusst zu erreichen, sind zwei Wege denkbar. Entweder die geforderte Aufgabe ist zu einfach und man muss diese spannender und herausfordernder gestalten oder die Aufgabe ist zu komplex und man muss gegen Überforderung angehen.

Sehen wir uns zuerst die erste Variante an. Ist man also von der Tätigkeit unterfordert, hilft es meist sich eigene Herausforderungen zu schaffen. Nach dem Gesetz der erzwungenen Effizienz werden Aufgaben spannender gestaltet und sich selbst ein gewisser (Zeit-)Druck geschaffen. So kann man sich z.B. das Ziel setzen einen eher uninteressanten Fachartikel in einer bestimmten Zeit zu lesen. Durch das Hinzufügen solcher Spiel- und Wettbewerbselemente mit sich selbst, lässt sich das Anforderungslevel heben, was idealerweise im Flow endet. Bei der Arbeit ist es möglicherweise besser solche Aufgaben, falls möglich, zu delegieren.

Auf der anderen Seite fühlen wir uns von einigen Tätigkeiten eher überfordert. Wir geraten in Stress und verteufeln die eigene Unzulänglichkeit. In einigen Fällen können hierbei Entspannungstechniken helfen, die eine gewisse körperliche Anspannung lösen. Oft kann dadurch der Stress-Bereich schon wieder verlassen werden. Liegt das Problem jedoch mehr in der Aufgabe selbst, kann es helfen die Aufgabe in Zwischenziele zu unterteilen, die man sich selbst zutraut. Durch das Erreichen kleinerer Meilensteine lässt sich die Tätigkeit in kleinen Schritten lösen. Darüber hinaus gibt es noch andere Faktoren, die man berücksichtigen kann. So tragen Sport, richtige Ernährung, ausreichend Schlaf, positive Emotionen oder allein die Tageszeit auch zum Erfolg bei. Ein gutes Zeitmanagement ist weiterhin ein großer Erfolgsfaktor für die Bewältigung schwieriger Aufgaben.

Gefahren des Flow-Zustands

So positiv der Flow-Zustand uns beeinflusst, so liegt doch auch ein kleines Risiko darin. Da im Flow vermehrt Dopamine, also sogenannte Glückshormone, ausgeschüttet werden, kann dieser Zustand in gewisser Weise süchtig machen. Genau diesen Umstand nutzen z.B. die Hersteller von Computer- und Videospielen. Diese sind meist so designt, dass sie einen Flow-Zustand im Spieler auslösen. Durch eine immer höhere Herausforderungsstufe wird der Zustand stetig verlängert, sodass die Spieler nicht mit dem Spielen aufhören wollen. Dies kann im Extremfall sogar in eine Sucht umschlagen. Darüber hinaus erscheinen Alltagstätigkeiten im Vergleich zum Flow langweiliger.

Fazit

Der Flow versetzt uns in einen Zustand des Glücks und der Zeitlosigkeit. Wir gehen vollkommen im Moment auf und haben das Gefühl, dass uns alles gelingt. Schaffen wir es diesen Zustand in unser Lernumfeld zu transportieren, fällt uns das Lernen an sich leichter und die Ergebnisse werden besser.

Wie manage ich meine Zeit am besten?

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Zeit optimal managen

Tempus fugit. Dieses lateinische Sprichwort fasst zusammen, was seit Anbeginn Realität ist und die Menschen seit Tausenden Jahren begreifen: die Zeit flieht und vergeht. Zeit ist eine Ressource, die für alle Menschen gleichermaßen vorhanden ist und die man nicht speichern oder erwerben kann. Die Zeit ist für alle gleich. Trotzdem scheinen manche Menschen besser mit der ihnen zur Verfügung stehenden Zeit zurecht zu kommen als andere. Ihnen läuft die Zeit davon. Der Tag hat nicht genügend Stunden um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Dabei ist Zeitmanagement etwas, das man lernen und verbessern kann. Damit man auch Zeit für die wichtigen Dinge im Leben hat!

Was ist Zeitmanagement?

Viele Experten ärgern sich an dem Namen Zeitmanagement. Denn die Zeit lässt sich nun mal nicht managen. Ein Tag hat immer 24 Stunden, egal wie sehr man dies zu managen versucht. Dabei beschreibt Zeitmanagement die effektive und effiziente Nutzung der Zeit, die einem zu Verfügung steht. Aus diesem Grund bevorzugen Einige den Namen Selbstmanagement. Doch egal, wie man es nennt, es beinhaltet stets die gleichen Prinzipien. Zeitmanagement bedeutet dabei den eigenen Arbeitsalltag, aber auch die Freizeit, bewusst in die Hand zu nehmen und so zu strukturieren, dass anstehende Aufgaben und Termine innerhalb des zur Verfügung stehenden Zeitraums bewältigt werden.

Wichtige Inhalte des Zeitmanagements sind dabei Planung, Organisation, Motivation und Zielsetzung. Konkret umfasst Zeitmanagement folgende Punkte:

  • Sich Ziele setzen
  • Sich selbst organisieren
  • Sich einen Überblick über die Aufgaben machen
  • Seine Aufgaben zu planen
  • Zu Priorisieren
  • Und die eigene Motivation beizubehalten.

Im Kern bedeutet es also bessere Entscheidungen zu treffen. Dabei ist jedoch nicht jeder Mensch gleich empfänglich für Zeitmanagement. Einige brauchen die Spontanität und die Flexibilität. Was jedoch nicht heißt, dass man sich beim Zeitmanagement strikt an die eigene Planung halten muss. Im Grunde ist es ein iterativer Prozess, in dem man sich stets fragen sollte: „Bringt mich das, was ich zurzeit tue, meinen Zielen näher?“ Sollten Sie diese Frage einmal verneinen, verschwenden Sie Ihre Zeit für unwichtige Aufgaben.

Bevor wir näher in die Methoden und Möglichkeiten eintauchen, wie Zeitmanagement betrieben werden kann, schauen wir uns an warum wir überhaupt in Zeitbedrängnis geraten.

Gründe für Zeitbedrängnis

Neben dem offensichtlichen Aspekt, dass Zeit nun mal begrenzt ist, gibt es weitere Gründe warum wir in Zeitnot geraten. Diese Aspekte sind dann durch Eigenverschulden zustande gekommen. Das Gute daran ist jedoch, dass dies auch durch eigenes Zutun wieder behoben werden kann. Hier also die prominentesten Gründe für Zeitbedrängnis.

Unklare Prioritätensetzung

Ein weitverbreiteter Fehler besteht darin die eigenen Prioritäten falsch zu setzen. Gute Zeitmanager müssen herausfinden was relevant ist und was nicht. Wichtig dabei ist wiederum was zum Erreichen der eigengesetzten Ziele von Bedeutung ist. Schafft man es nicht die richtigen Prioritäten zu setzen, begibt man sich in eine Abwärtsspirale. Eigentlich wichtige Dinge werden liegen gelassen und nicht bearbeitet. Dadurch gerät man in noch größere Zeitbedrängnis.

Mangelnde & schlechte Kommunikation

Im Arbeitsalltag ist eine gute Kommunikation erforderlich um die Arbeit erfolgreich zu bestreiten. Bleibt die Kommunikation auf der Strecke werden unwichtige Aufgaben bearbeitet oder nicht wie erfordert ausgeführt. Dies führt weiterhin zu schlechtem Zeitmanagement und somit zu unnötiger Zeitnot.

Schlechte Planung

Eine gute Planung kann die Effektivität und Effizienz mit der Aufgaben erledigt werden, grundlegend verbessern. So nimmt die Planung an sich zwar auch schon eine gewisse Zeit in Anspruch, die Zeit die man dadurch jedoch spart, rechtfertigt dies aber durchaus. Durch eine gute Planung erhält man einen Überblick und kann dadurch die eigene Zeit besser managen.

Individuelle Aspekte

Zu guter Letzt sind die eigenen Unzulänglichkeiten aber auch Teil schlechten Zeitmanagements. Eine chaotische Arbeitsweise, Vergesslichkeit oder der Hang zu Prokrastination erschweren eine effektive Arbeitsweise noch weiter.

Methoden und Strategien

Kommen wir nun zu Methoden und Strategien, wie gutes Zeitmanagement betrieben werden kann. Die zentrale Frage dabei lautet stets:  „Bringt mich das, was ich tue, meinen Zielen näher?“ Somit ist es zuallererst wichtig eigene Ziele zu formulieren. Diese Ziele sollten im Idealfall SMART sein, das bedeutet spezifisch, messbar, anspornend, realistisch und terminierbar. Zu den weiteren Strategien gehört es die Aufgaben zu priorisieren, also nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu sortieren und abzuarbeiten. Des Weiteren sollten große Aufgaben in kleine Teilaufgaben aufgespalten werden und bestimmte Arbeiten an Andere abgegeben (delegiert) werden, soweit dies möglich ist. Dies alles sollte in einem Tagesplan zusammengefasst werden, der sämtliche Aufgaben enthält, aber auch Zeit für spontan anfallende Arbeiten beinhaltet. Darüber hinaus ist es essenziell auch Pausen und freie Zeit in den Tagesplan mit einzubeziehen. Eine gewisse Erholung von der Arbeit wie Sport oder Treffen mit Freunden helfen den Kopf frei zu kriegen und danach die Arbeit wieder motiviert angehen zu können. Arbeit allein ist auf Dauer schädlich für den Menschen und senkt so die Produktivität des Individuums.

Von den Methoden zum Zeitmanagement ist die To-Do-Liste wohl die bekannteste. Das Aufschreiben von Aufgaben hilft die Gedanken zu ordnen und sich so auf die jeweilige Aufgabe zu konzentrieren. Das Streichen der Aufgaben hebt darüber hinaus die Motivation für die anstehende Arbeit. Dabei sollte stets die schwierigste Aufgabe zuerst bearbeitet werden. Alles danach wird dann umso einfacher erscheinen. Nicht ganz so bekannt, aber von ähnlichem Prinzip ist die Not-To-Do-Liste. Hierbei schreibt man sich alle Aktivitäten auf, die man heute nicht angehen sollte. Dazu gehören Dinge wie das Checken der sozialen Netzwerke oder private E-Mails zu lesen. Somit sollen Zeitdiebe und Ablenkungen eliminiert werden.

Die Getting Things Done Methode von David Allen greift die Priorisierung der Aufgaben auf. Demnach sollen alle Aufgaben erfasst und nach ihrer Dringlichkeit sortiert werden. Sehr wichtige Aufgaben, die jedoch mit wenig Arbeitsaufwand verbunden sind, wie das Schreiben einer wichtigen Mail, sollten sofort erledigt werden. Danach hat man Zeit sich der wichtigen Aufgaben anzunehmen. So wird auch der wichtige Kleinkram nicht vergessen.

In eine ähnliche Richtung geht auch das Prinzip der Eisenhower-Matrix. Diese 4-Felder-Matrix ordnet Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. So entstehen vier Aufgabenformen: dringend und wichtig, dringend aber nicht wichtig, wichtig aber nicht dringend und weder wichtig noch dringend. Die Aufgaben der letzten Gruppe können vernachlässigt werden. Die Aufgaben aus dem ersten Bereich haben oberste Priorität und sollten zuerst erledigt werden. Die dringenden, aber nicht wichtigen Aufgaben können delegiert werden.

Eine Einteilung der Aufgaben wird auch in der ABC-Methode vorgenommen. Hierbei werden die Arbeiten kategorisiert. A-Aufgaben sind sehr wichtig und sollten sofort erledigt werden. B-Aufgaben sind weniger wichtig und sollten später erledigt oder delegiert werden. C-Aufgaben hingegen sind kaum wichtig und können daher delegiert oder sogar verworfen werden.

Wichtig bei allen Zeitmanagement-Methoden ist jedoch auch, dass diese nicht mehr Arbeit machen sollen als die Arbeit selbst. So sollten diese Methoden je nach Typ und Tagesform individuell angewendet werden.

Kontrolle

Hat man nun alle Methoden eingesetzt und die Grundprinzipien befolgt, ist es daran die Ergebnisse zu kontrollieren. Dabei ist wieder die wichtige Frage ob die Ziele eingehalten und erreicht wurden. Entdeckt man jedoch noch Verbesserungspotenzial und etwaige Missstände sollten Korrekturmaßnahmen ergriffen werden. So kann mit jeder neuen Aufgabe, die dazukommt geklärt werden, wie diese in den Plan integriert wird. Somit sollte man sich ständig fragen, ob die anstehenden Tätigkeiten nach Priorität geordnet sind. Wurden kleinere Aufgaben zu Blöcken zusammengefasst? Wurden Störfaktoren und Zeitdiebe eliminiert? So betreibt man stetig Zeitmanagement und teilt sich seine Zeit effektiv und effizient ein.

Bei all der Arbeit sollten jedoch die anderen Lebensbereiche nicht vernachlässigt werden. Der Umgang mit Freunden und die Einbindung in ein soziales Netzwerk helfen einem Individuum stressresistenter zu werden und helfen somit indirekt wiederum die Arbeit besser erledigen zu können. Aber auch die Zeit für sich selbst sollte in den Zeitplan integriert werden.

Es kann also mit ein paar klugen Methoden und der richtigen Herangehensweise ein solides Zeitmanagement betrieben werden. Dadurch erledigt man Aufgaben effektiver und effizienter und gerät nicht mehr so leicht in Zeitnot. Auch für das Lernen für Prüfungen ist Zeitmanagement ein wichtiger Aspekt um erfolgreich zu sein. Die Zeit vergeht und scheint manchmal zu fliehen. Doch wir können selbst entscheiden, wie wir diese Zeit nutzen. Tempus fugit.

Lerntips und Lerntechniken fürs Medizinstudium

Helen K., Medizinstudentin an der Universität Mainz, teilt mit uns Ihren Erfahrungsbericht zum Thema „Lernen lernen“ aus der Perspektive einer Medizinstudentin

Jeder Student (sei man nun Erstsemestler oder kurz vor der Abschlussprüfung) findet sich früher oder später vor einem scheinbar unüberwindbar riesigen Lernberg. Der Gipfel ist deutlich sichtbar, der Weg dorthin jedoch genauso schleierhaft wie die Frage „Wo fange ich bloß an?“. Vor allem im Studiengang Humanmedizin, in dem nicht nur die Lerninhalte, sondern auch die dafür angebotenen Hilfsmittel und Lerntechniken meist vielfältiger sind als einem angesichts der bevorstehenden Prüfung lieb ist, ist ein effektives Lernkonzept anzuraten. Natürlich gibt es keinen perfekt zugeschnittenen Masterplan zum Erfolg, da jeder Student einen individuellen „Hintergrund“ mit sich bringt und jede Uni bzw. jeder Dozent was anderes will. Trotzdem lassen sich einige Lernstrategien im Allgemeinen ganz gut anwenden.

Im Medizinstudium sind Lehrbücher unumgänglich, so unattraktiv manch dicker Wälzer auch erscheinen mag. (Zumindest habe ich noch keinen gesehen, der allein mit Vorlesungsfolien und Skript auskommt.) Dabei sollte man vorher überlegen:

  1. Welche Bücher gehören zur „Pflichtlektüre“? Manche Dozenten geben zu Beginn des Semesters Literaturtipps, wobei man am besten bei den Vorgängern nachfragen sollte, ob diese wirklich sinnvoll sind. Denn nicht selten wurden Bücher von fast 1000 Seiten für 70-80€ angepriesen, die dann eher zur Dekoration im Regal standen. Andere Bücher hingegen haben sich schon über Jahrzehnte als gute Studienbegleiter bewährt und werden gerne von den Dozenten selbst in den Vorlesungen immer wieder genutzt, wie z.B. die drei Prometheus-Anatomie-Atlanten vom Verlag Thieme.
  2. Mit welchem Konzept kann ich am besten lernen? Der eine arbeitet lieber mit Texten, der andere kann sich mit farblichen Darstellungen und Schaubildern eher anfreunden. Mir persönlich hat z.B. das Konzept der „Dualen Reihe“ sehr geholfen. Diese Bücher sind umfangreich, aber übersichtlich gegliedert, bebildert und enthalten neben dem Fließtext eine Randspalte mit den wichtigsten Stichpunkten, die man z.B. bei Zeitnot schnell überfliegen kann. Merksätze, Synonyme, Definitionen und klinische Bezüge sind in Kästen hervorgehoben und zusammenfassende Tabellen erleichtern den Überblick.
  3. Sind alle Informationen enthalten? „Besser zu viel als zu wenig“ gilt hier nicht unbedingt. In einigen Fächern war doch tatsächlich ein Kurzlehrbuch ausreichend. Über das Inhaltsverzeichnis kann man sich vergewissern, ob die wichtigsten Themen abgedeckt sind. Hilfreich ist es auch, nach speziellen Begriffen im Sachregister zu schauen oder ein Kapitel in den verschiedenen Lehrbüchern zu vergleichen.
  4. Woher bekomme ich die Bücher? Gerade wenn das Budget knapp ist, neigen Lernende dazu, an den falschen Ecken zu sparen. Leider bietet die Unibibliothek nicht alles, was das Studentenherz an Literatur begehrt. Wenn man zu den frühen Vögeln gehört, ist es dennoch zumindest den Versuch wert, sich durch den Bücherdschungel der Unibib zu kämpfen. Der Rest muss sich die Bücher woanders besorgen. Günstige Alternativen sind: gebrauchte Bücher auf Internetseiten wie amazon, ebay, booklooker.de, semesterbooks.de etc., oder auch von Vorgängern (z.B. gibt es in Mainz den „Bücherbasar für Mediziner“). Dabei sollte man darauf achten, eine möglichst neue Auflage zu kaufen.

Lerntechniken für das Medizinstudium 

Weitere Lerntechniken reichen von selbstgebastelten Modellen über Lernkarten bis hin zu 3D Apps. Klar ist: Je mehr Gehirnareale beim Lernen beansprucht werden, sprich je mehr Sinne am Lernen beteiligt sind, desto länger bleibt das Gelernte im Gedächtnis. Doch besteht die Gefahr, dass man vieles ausprobiert und nichts durchzieht oder sich ablenken lässt. Man sollte sich also fest für die Methoden entscheiden, die am besten funktionieren.

Lernen in der Gruppe

Wer bei persönlicher Interaktion mehr mitnimmt, kann eine Lerngruppe bilden oder einem Tutorium beitreten; im Fach Anatomie haben wir uns z.B. gegenseitig an Modellen, Schnitten oder den Leichen abgefragt und am Whiteboard komplexere Themen erklärt.

Lernen mit Videos

Wer bevorzugt mit elektronischen Medien arbeitet, kann sich nach Lernvideos umschauen. So stellt die Seite khanacademy.org viele kostenlose englische Tutorials zur Verfügung, nicht nur für den Fachbereich Medizin, sondern auch für viele andere Wissenschaften. Gerade weil sie sehr anschaulich, simple und einprägsam ist, wurde diese Lehrmethode von vielen Youtubern übernommen, sodass man auch auf der Videoplattform einiges an guten Lernvideos findet.

Lernen mit Karteikarten

Wer gerne mit Karteikarten arbeitet, ist mit Repetico bestens bedient. Insbesondere im Fach Medizinsche Terminologie ist es praktisch, die Vokabeln und Definitionen abzutippen und dann in beliebiger Reihenfolge zu wiederholen. Man kann die Lernkarten schnell verschiedenen Kategorien zuordnen, durch Abbildungen ergänzen und jederzeit nachkorrigieren (was bei Karteikarten auf Papier dagegen ziemlich mühsam und umständlich sein kann). Bei 800 Begriffen spart man mit Repetico deutlich an Zeit und Nerven, es geht keine Karte verloren und man muss keine Stapel mit sich herumschleppen. Zudem werden von Repetico bereits vorgefertigte Lernkartensätze angeboten, die von entsprechenden Verlagen erstellt wurden. Im medizinischen Bereich ist derzeit vom Verlag Elsevier ein Kartensatz für Anatomie und Physiologie verfügbar. Weitere Informationen zum Lernen mit Karteikarten findet ihr hier.

Zeitmanagement

Hat man nun die Werkzeuge gesammelt, gilt es, sie auf effektivste Weise zu nutzen. Man kann es sicher nicht oft genug sagen: Das A und O für’s Studium ist Zeitmanagement. In gewissen Fächern kann man einfach nicht genug, geschweige denn alles wissen. Hier gibt es Fallen, in die viele gleich am Anfang tappen: Selbstüberschätzung und Unterschätzung der Lernmasse. Gegenmittel: Realistische Ziele setzen, Pläne entwerfen, rechzeitig anfangen und dran bleiben!

Elaboratives Lernen

Elaboratives Lernen
Elaboratives Lernen

Es ist mal wieder diese Zeit des Jahres. Schüler schreiben ihre letzten Klausuren vor den Sommerferien und für die Studenten stehen die Abschlussklausuren des Semesters an. Es ist Prüfungsphase! Und wie jedes Mal in dieser Zeit fangen Studenten wieder viel zu spät an zu lernen und versuchen sich all das Wissen in kurzer Zeit einzutrichtern. Auswendiglernen lautet meist die gewählte Formel zum vermeintlichen Erfolg. Dass diese Methode jedoch meist schlecht gewählt ist, bestätigen viele Experten. Wie man besser lernt, zeigt das sogenannte elaborative Lernen.

Im Laufe des Semesters oder des Schuljahres kommt so einiges an Lernstoff zusammen. Um Ordnung und Überblick zu bekommen, muss daher erst einmal vereinfacht und aussortiert werden. Bei dieser reduktiven Variante wird der Inhalt auf das Wesentliche verkürzt. Das elaborative Lernen geht darüber hinaus. Denn bei dieser Lernform wird das neue Wissen mit dem bereits vorhandenen Vorwissen verknüpft. So soll der Inhalt besser verankert im Gedächtnis verankert werden. Um den Lernerfolg sicherzustellen, muss der Lernstoff gelesen und gleichzeitig verstanden werden, so der Lernforscher Andreas Gold am Institut für Pädagogische Psychologie der Universität Frankfurt am Main. Doch wie macht man das am besten?

Techniken des elaborativen Lernens

Eine der wichtigsten „Techniken“ beim elaborativen Lernen ist den Lernstoff in eigenen Worten widerzugeben. So sollten keine einzelnen Merksätze oder Auflistungen aus den Materialien wortwörtlich übertragen und gelernt werden. Sich die Inhalte in eigenen Worten aufzuschreiben hilft dabei, sich diese besser zu merken und man stellt fest, ob man die Inhalte auch richtig verstanden hat. Elaborativ lernen bedeutet aber auch Fragen an den Text oder die Materialien zu stellen und sich kritisch mit diesen auseinander zu setzen. Sich zu fragen warum das eben Gelernte gerade so ist oder warum diese Aussage zutrifft, sei die beste Methode, um gerade Erlerntes im Gedächtnis zu behalten, behauptet Frank Fischer, Professor für Pädagogische Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Weitere effiziente Methoden bestehen darin, das Gelernte einem Laien in einfachen Worten zu erklären, die gelernten Inhalte auf eigene Erfahrungen zu beziehen, die Inhalte zu visualisieren und sie sich bildhaft vorzustellen oder Analogien zum Lernstoff zu finden. Einen eher ungewöhnlichen Tipp hält die Psychologin Helga Knigge-Illner parat. Sie sagt: „Halten Sie doch einfach einmal eine flammende Lobrede auf eine Theorie, die Sie gerade lernen müssen.“

Die Theorie dahinter

Die Theorie der Elaborations- oder Verarbeitungsebenen aus der Gedächtnispsychologie wurde 1972 von Craik und Lockhart verfasst. Diese besagt, dass Menschen Informationen umso besser behalten können, je tiefer sie diese bei der Enkodierung verarbeitet haben. Die Verarbeitung dessen ist umso tiefer, je mehr Bezüge und Verbindungen zum eigenen Vorwissen knüpft und je mehr eigene Gedanken man zum Lernen hinzufügt. So wäre es am Vorteilhaftesten bereits beim Mitschreiben im Unterricht oder der Vorlesung zu elaborieren, um das aufgenommene Wissen bestmöglich einzuprägen.

Wenn immer wir etwas in eigenen Worten erklären, müssen wir uns konzentrieren. Das hilft dabei sich die Inhalte ins Gedächtnis zu übertragen. Die Gefahr dabei bereits vorformulierte Inhalte wiederholt zu lernen, besteht darin, dass das Gelernte nicht addiert, sondern eher verdrängt wird. Diese Gefahr lässt sich durch elaboratives Lernen deutlich mindern.

Fazit

Es gibt viele verschiedene Arten zu lernen. Einige sind effektiver als andere. Generell kommt es jedoch auf den individuellen Lerntyp an. Jeder hat bestimmte Stärken und Schwächen was das Lernen angeht. Das elaborative Lernen stellt eine eher effizientere Lernmethode dar. Dabei ist vor allem das Verfassen des Gelernten in eigenen Worten wichtig. Wendet man diese recht simplen Methoden an, steigert dies die Wahrscheinlichkeit auf einen positiven Prüfungsausgang. Für alle, die im Moment tief in der Prüfungsphase stecken.

Lernmotivation – You can do it!

Lernmotivation - Wie kann ich meine Motivation beim Lernen steigern?
Lernmotivation

Es ist eine Art Fabelwesen, das uns stets davon abbringt das zu tun, was getan werden sollte. Heute ein wenig Sport machen um fit zu bleiben? Lieber mit einer Tüte Chips vor den Fernseher. Lernen für die nächste Prüfung? Es gibt bestimmt etwas Interessanteres zu tun. Der innere Schweinehund, den es so oft zu überwinden gilt, ist steter Begleiter in unserem Leben. Dabei ist vor allem beim Lernen die nötige Motivation entscheidend für den Lernerfolg. Wie man sich erfolgreich motiviert und wie dies die Lernleistung steigert, jetzt hier.

Um erfolgreich eine Tätigkeit auszuführen, wie das Lernen für eine Prüfung, sind laut Forschern drei Komponenten relevant. Zum einen das Fachwissen, das benötigt wird, damit man überhaupt weiß, was zu tun ist. Als zweite Komponente wird die Denkfähigkeit beschrieben. Diese sind von persönlichen Kennzeichen, wie der Intelligenz abhängig. Die dritte Komponente ist die Motivation, die dich dazu verleiten die Tätigkeit auch angehen zu wollen. Dabei kann man zwischen verschiedenen Formen der Motivation unterscheiden.

Formen der Lernmotivation

In der Lernforschung werden verschiedene Formen der Motivation unterschieden. Diese wären die intrinsische sowie extrinsische Motivation, die Leistungsmotivation und das Interesse. Eine intrinsische Motivation entsteht aus der Sache selbst und kommt von innen. So entsteht eine intrinsische Motivation, wenn das Lernen an sich Freude und Zufriedenheit bietet, weil dich unter anderem das Thema interessiert. Eine hohe intrinsische Motivation erhöht die Leistungsbereitschaft und stellt daher die effektivste Art der Motivation dar. Doch was soll man tun, wenn dich das Thema einfach nicht interessiert, du aber trotzdem dafür lernen musst? Da kommt dann die extrinsische Motivation mit ins Spiel. Bei der extrinsischen Motivation steht nur das angestrebte Ziel oder die erwartete Folge im Vordergrund. So bist du z.B. extrinsisch motiviert, wenn du nur eine gute Note bekommen möchtest um später viel Geld verdienen zu können. Hierbei ist dann nicht mehr die innere Freude am Thema ausschlaggebend, sondern eher das extern hereingebrachte Ziel des Lernens.

Ähnlich verhält es sich bei der Leistungsmotivation. Auch hier steht das Ziel im Vordergrund. Im Vorfeld einer Prüfung stellst du eine gewisse Erwartung an deine eigene Lernleistung und misst dieser Erwartung einen gewissen Wert bei. So erwartest du z.B. in der nächsten Klausur mindestens eine 2 zu schreiben, was dir besonders wichtig erscheint, da sonst dein Notenschnitt nicht mehr ausreicht, um dich auf eine bestimmte Stelle zu bewerben. Die Motivation entsteht dann aus der Hoffnung auf Erfolg oder der Angst das Ziel nicht zu erreichen. Die vierte und letzte Form der Motivation ist das Interesse. Das Interesse kann als Unterform der intrinsischen Motivation gesehen werden, da auch hier die Lerninhalte im Vorderrund stehen. Dabei muss es nicht von Anfang des Lernens vorhanden sein, sondern kann auch während des Lernprozesses entwickelt werden. Die Motivation entsteht hierbei daraus, dass dich das Thema sehr interessiert und du daher weiterlernen möchtest.

Darüber hinaus können noch soziale Lernmotive ausschlaggebend für die eigene Lernmotivation sein. So spielen Komponenten wie Anerkennung und Geltung eine Rolle. So bist du z.B. motiviert eine gute Note zu schreiben, da daraus Anerkennung für deine gute Leistung entsteht. Auch die Faktoren des Vermeidens negativer Sanktionen, des Gefühls der Macht und Überlegenheit oder einfach eine positive Beziehung zu deinem Lehrer können zu einer höheren Motivation führen. Schlussendlich fließen, wie in vielen anderen Bereichen des Lebens, auch Emotionen und Gefühle mit in die Lernmotivation ein. Wenn also eine neue Aufgabe oder der Lernstoff mit negativen Gefühlen assoziiert wird, sinkt die Lernmotivation, wohingegen positive Gefühle die Motivation steigern und einen großen Lernerfolg mit sich ziehen.

Wege sich zu motivieren

Es gibt nun verschiedene Tricks und Mittel sich selbst zu motivieren und so den eigenen Lernerfolg sicherzustellen. So solltest du dir im Vorhinein im Klaren darüber sein, was du mit der Vorbereitung erreichen möchtest. Dabei ist es wichtig, dass du dir konkrete und vor allem realistische Ziele setzt. Leg die Messlatte nicht zu hoch, sondern passe die Ziele auch deinen eigenen Fähigkeiten an. Ist ein Ziel zu groß gesetzt, empfiehlt es sich dieses Ziel in kleinere Unterziele zu zerlegen. Diese kannst du dann besser abarbeiten und hast so verschiedene Erfolgserlebnisse, die dich weiter motivieren. Um das alles zu organisieren, kannst du dir auch einen Lernplan erstellen, der die verschiedenen Wege des Lernprozesses organisiert.

Generell solltest du dich für das Erreichen bestimmter Meilensteine selbst belohnen. So kannst du dir nach einer längeren Lernsession mit Kollegen einen Kaffee gönnen oder am Abend ins Kino gehen. Die Belohnung sollte dabei, wenn möglich, unmittelbar nach dem gewünschten Verhalten erfolgen. So wird dem Gehirn eine positive Folge des Lernens signalisiert und so die Motivation weiter gesteigert.

Je nach Lerntyp fällt es einigen Leuten leichter alleine zu lernen und anderen im Team. Das Lernen in der Gruppe bietet dabei einige Vorteile. So kann man sich in der Gruppe selbst kontrollieren und Deadlines werden wahrscheinlicher eingehalten. Dadurch, dass du dich mit der Lerngruppe absprichst werden Lernziele verbindlich und von der Gruppe kontrollierbar. Dadurch wird es wahrscheinlicher, dass ihr die selbstgesetzten Aufgaben auch tatsächlich erfüllt und nicht alleine in Prokrastination verfallt. Als Nächstes könnt ihr euch in der Gruppe emotional unterstützen. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Da ihr euch in der gleichen Situation befindet, könnt ihr euch gegenseitig Mut zusprechen oder einfach den ganzen Unmut raus lassen. Außerdem sinkt die Verzweiflung, wenn man sieht, dass es anderen ähnlich schwer fällt ein bestimmtes Konzept zu verstehen. Als Letztes könnt ihr euch in der Gruppe natürlich auch praktisch unterstützen. Weiß man die Antwort auf eine Frage nicht selbst, kann man diese in der Gruppe erarbeiten. So kann eine Lerngruppe schnell zu Verbündeten für ein gemeinsames Ziel werden.

Fazit

Die eigene Motivation zum Lernen stellt einen integralen Bestandteil für den Lernerfolg dar. Durch die eigene Motivation fällt das Lernen leichter und die Inhalte bleiben länger im Gedächtnis. Dabei sollten intrinsische und extrinsische Motivationen zusammen genutzt werden. Dies kann unter anderem durch Belohnungen geschehen. Auch das gemeinsame Lernen im Team bringt so einige Vorteile mit sich. Also seid motiviert und besiegt den inneren Schweinehund. Dann wird es auch was mit den Prüfungen.

SLAM 2016 Krefeld

„Unter diesem Motto lädt die Mediothek gemeinsam mit der Hochschule Niederrhein und der „Zukunft durch Industrie – Initiative- Krefeld“ zum Schlagabtausch der Wissenschaftler ein. Professoren und Nachwuchswissenschaftler steigen in den Ring und werden jeweils in 10 Minuten ihr Thema anschaulich und amüsant vorstellen. Das Publikum bestimmt dann den Gewinner“ (Quelle: https://www.krefeld.de/de/veranstaltungen/2.-krefelder-science-slam-wissenschaft-mal-anders/ ).

Hier der Beitrag zum SLAM2016Krefeldbaumstamm zu der Präsentation von Prof. Heister.

crossmedial_lernen

Das System der Kostenrechnung
Das System der Kostenrechnung
Crossmedial lernen bedeutet, bewusst und zielgerichtet mit unterschiedlichen, möglichst aufeinander abgestimmten Medien, Kanälen und Plattformen zu lernen.

Bei dieser Lernmethode werden z.B. durch Verlinkung direkte Bezüge zwischen den Medien eröffnet.

Die Kombination von unterschiedlichen Sinnen, Kanälen und Plattformen bringt erwiesenermaßen erhebliche Vorteile beim Lernen und Erinnern.

Kurz gesagt werden durch die Nutzung unterschiedlicher Medien (auf/von unterschiedlichen Plattformen) beim Lernen verschiedene Sinne (Kanäle) angesprochen. Dabei gilt folgende Faustregel: Die Erinnerungsquote steigt deutlich mit den beteiligten Sinnen.

Im Fall von
– nur Hören beträgt die Erinnerungsquote ca. 20 %,
– nur Sehen ca. 30 %,
– Sehen und Hören ca. 50 %,
– Sehen, Hören und Diskutieren ca. 70 %,
– Sehen, Hören, Diskutieren und selber Handeln steigt die Erinnerungsquote auf ca. 90 %.

Starten Sie wiefolgt:

(1) Entscheiden Sie sich für eine Dateiart, die im Zentrum des crossmedialen Lernens steht. Das kann z.B. eine Textdatei sein, das kann eine Präsentation sein, es kann aber auch (und dieser Weg wird hier gewählt) eine Mind Map sein.

Mind Mapping ist eine besonders gehirngerechte Technik, die in den 70er Jahren von Tony Buzan auf der Grundlage von gehirnphysiologischen Erkenntnissen entwickelt wurde. Das Ergebnis des Mind Mappings, die Mind Map, kann ins Deutsche übersetzt auch als Gedankenkarte bezeichnet werden. Das Vorgehen: Legen Sie eine Gedankenkarte an, in dem Sie das zentrale Thema in der Mitte notieren, beispielsweise Marketinginstrumente. Von hier aus verzweigen Sie nun Ihre Gedanken, indem Sie die dem Beispiel folgenden einzelnen Marketinginstrumente als Hauptzweige notieren. Weitere Assoziationen folgen als Unterzweige. Assoziationen werden so zu Papier gebracht und regen zu neuen Assoziationen an. Diesen Verzweigungen werden jeweils weitere Stichworte in Form von Substantiven, Adjektiven, Verben … zugeordnet. Mind Maps können per Hand erstellt oder mittels Software generiert werden.

Besonders häufig wird die Open-Source-Software »XMind« genutzt:
http://www.xmind.net
Weitere Hinweise zu anderen Programmen:
http://www.deutsche-startups.de/2012/02/24/die-10-besten-programme-um-mind-maps-zu-erstellen
Schritt für Schritt eine Mind Map erstellen:
http://www.zeitzuleben.de/2405-ein-mind-map-erstellen-schritt-fur-schritt/

(2) Überlegen Sie, welche unterschiedlichen Medien wie Audiofiles, PDF-Dateien, Textdateien, Videos, Visualisierungen etc. Sie nutzen wollen.
Achten Sie besonders darauf, dass Sie unterschiedliche Sinne (Kanäle) beim Lernen. Der Mensch verfügt über fünf Sinne, nämlich Sehen, Hören, Riechen, Geschmack und Tastsinn. Kombinieren Sie diese Sinne nach Möglichkeit beim Lernen.

(3) Skizzieren Sie Ihr zu erstellendes Tool kurz und setzen es dann Schritt für Schritt in der Software um.

Hier das Ergebnis:
– Die Mind Map als XMind-Datei. Die kostenlose XMind-Software finden Sie hier: XMind.
– Eine Beschreibung des fertigen Tools folgt.

Repetico Gewinnspiel

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Repetico iPhone 6 Gewinnspiel
Hallo zusammen,

das Startup und E-Learning Unternehmen Repetico, das ich schon von Anfang an kenne und begleite und das ich als Beirat unterstütze, hat pünktlich zum Semesterstart auf seiner Facebook Seite ein Gewinnspiel gestartet.
Zu gewinnen gibt es ein iPhone 6 Silber 64 GB.
Das Schöne bei diesem Gewinnspiel ist, dass es gleichzeitig auch eine willkommene Abwechslung von Ihrem Lernalltag ist. Denn die Challenge bei dem Gewinnspiel von Repetico besteht darin, etwas Lustiges aus Ihrem Lernalltag, ein lustiges Bild oder einen Witz zu posten.
Weitere Infos und die Teilnahmebedingungen finden Sie unter https://www.repetico.de/gewinnspiel
Ihr
Werner Heister