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Blended Learning

Bildquelle: dpa

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In der heutigen Welt werden digitale Elemente des Lernens immer bedeutender. E-Learning ist ein beliebtes und weitverbreitetes Modell des modernen Lernens. Trotz alledem sind klassische Präsenzlernmethoden immer noch am effizientesten. Eine Methode, die beide Elemente verbindet, versteckt sich hinter dem Begriff Blended Learning. Was Blended Learning genau ist und welche Vorteile daraus entstehen…

Heutzutage schwirren alle möglichen neumodischen Namen durchs Netz in Zusammenhang mit Lernen. Das sehr schick klingende Blended Learning bedeutet dabei „vermischtes Lernen“, also die Vermischung von klassischen Präsenzveranstaltungen mit internetbasiertem E-Learning. Die Idee dahinter ist einfach. Man verbindet zwei Lehr- und Lernmethoden um so die Nachteile der jeweils anderen Methode zu minimieren und die Vorteile zu maximieren. So werden Präsenzveranstaltungen wie Vorlesungen oder Seminare verbunden mit stofflich passenden Online-Angeboten, wie Aufgaben, Skripte oder Foren für den Austausch untereinander. So können auch ergänzende E-Learning-Angebote genutzt werden, um zusätzliche Hilfestellung bei Fragen und Problemen zu geben. Vor allem die Vor- sowie die Nachbereitung von Präsenzveranstaltungen können durch Online-Angebote optimal ausgestaltet werden.

Die Angebote des Blended Learning lassen sich grob in drei Kategorien einteilen. Zum Einen gibt es das selbstgesteuerte E-Learning. Dabei kann der Lernende selbst über Zeitpunkt und Geschwindigkeit des Lernens entscheiden. Er ist dabei selbständig im Lernprozess. Als Nächstes gibt es das Live E-Learning. Dabei werden Lerninhalte live aufbereitet, die der Lernende mit seinem Endgerät empfangen kann. So kann z.B. eine Vorlesung als Webcast live gestreamt werden und so Fragen an den Dozenten gestellt oder mit Kursteilnehmern kommuniziert werden. Als letztes Element bleibt noch die klassische Präsenzlehre, wie Vorlesungen, Kurse oder Seminare. Hier erhält man einen sozialen Austausch und eine face-to-face Kommunikation zwischen Lernenden und Lehrenden.

Vorteile verbinden

Der große Vorteil des Blended Learnings ist es, dass die Vorteile der einzelnen Lehrmethoden die jeweiligen Nachteile aufheben. Bei reinen E-Learning Angeboten kann schnell eine soziale Isolation entstehen. Der Lernstoff kann falsch gedeutet werden und es ist ein hohes Level an Selbstdisziplin notwendig. Diese Nachteile können von der Präsenzlehre aufgefangen werden, da dort der soziale Austausch im Vordergrund steht. Zudem erhalten sowohl Lehrende als auch Lernende unmittelbares verbales und nonverbales Feedback, auf das direkt reagiert werden kann.

Betrachtet man dagegen die reine Präsenzlehre, so erfordert diese einen hohen Koordinationsaufwand. Es sollte sichergestellt sein, dass alle Teilnehmer auf dem gleichen Wissenstand zu Anfang des Kurses stehen. Zudem ist das Lerntempo nicht individualisierbar. Diese Nachteile werden dann wiederum durch E-Learning egalisiert. So können Lernende flexibel und nach eigenen Bedürfnissen lernen, und das wo und wann sie wollen. Im Vorfeld einer Präsenzveranstaltung kann durch E-Learning-Angebote ein gemeinsames Wissenslevel erreicht werden. Darüber hinaus kann der Kontakt mit den Dozenten durch Online-Angebote verbessert werden. Dies ist vor allem bei Massenuniversitäten der Fall, in denen ein Dozent für teilweise einige hundert Studierende verantwortlich ist. Zudem zeigen verschiedene Fallstudien einen positiven Effekt auf Lernklima und Lernerfolg durch die Integration von Social Software im Blended Learning.

Blended Learning richtig einsetzen

Bei allen Vorteilen, die das Blended Learning mit sich bringt, muss jedoch auch darauf geachtet werden, dass die Lernmethoden sinnvoll integriert werden. Eine einfache Kombination aus Präsenz und E-Learning reicht nicht aus. Es muss gewissen Qualitätskriterien genügen.

So zeichnen sich gute Blended-Learning-Angebote dadurch aus, dass die verschiedenen Lernmethoden sinnvoll kombiniert werden. Dies kann dadurch geschehen, dass ein durchgängiges Curriculum etabliert wird. Die Wahl des Mediums sollte stets die Stärken der jeweiligen Lernphase zur Geltung bringen. Zudem sollte das Programm für die E-Learning Angebote dem Lernenden möglichst viel Freiraum einräumen, was vor allem Lerntempo und Lernstil angeht. Und schlussendlich sollten alle Inhalte didaktisch so aufgebaut sein, dass der Spaß am Lernen entfaltet wird.

Blended Learning ist also eine sinnvolle Maßnahme vor allem für den Einsatz in Schulen oder Universitäten. Nach dem Motto ‚das Beste aus zwei Welten‘ verbindet man die Vorteile beider Lernmethoden miteinander. So ist eine eiffiziente Lernmethode gewährleistet, die alle Eventualitäten abdeckt.

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